DIGITAL DETOX

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Digital Detox
Wir wollen unser Leben balanciert leben, online und offline.
Darum geht es, auch beim digitalen Detox. Weder für die Kinder, noch für uns geht es darum, technische Möglichkeiten nicht auszukosten und zu genießen. Auch eine gute Schweizer Schokolade können wir genießen. Aber nur dann, wenn wir auch wissen, wie es ohne geht. Ein bisschen ähnlich ist es mit unseren Handys. Auch mit ihnen müssen wir wissen, wie es auch ohne geht. Das können wir durch Phasen des Digital Detox lernen, ohne dass uns damit zwangsläufig etwas fehlt. Da wir uns aber noch, wie Arianna Huffington treffend beschreibt, in der Honeymoon phase (Huffington 2016, The Sleep Revolution, S. 199), in den Flitterwochen mit unserem Handy befinden, da diese ja noch nicht so lange auf dem Markt sind, vor allem nicht mit den Möglichkeiten an Verbindung mit der Welt, die heute gegeben sind, deshalb fällt es uns so schwer, davon auch einmal ein paar Stunden abzulassen, geschweige denn einen ganzen Urlaub ohne zu planen und uns so tatsächlich eine längere Phase des Detox zu ermöglichen. Wir können noch nicht voneinander lassen. Und manchmal haben wir auch Angst, zu viel zu verpassen (fear of missing out - fomo), wenn wir ein digitales Detox von mehreren Tagen oder auch nur einem Tag ansetzen. Wenn wir aber fast permanent das Handy in der Hand haben, besteht die Gefahr, das zu verpassen, was sonst noch genau vor unseren Augen liegt: die Schönheit des Himmels, oder die Gesichter der Personen, die wir lieben, die Schönheit der Nahrungsmittel, die wir gerade zubereitet haben, oder die Arbeit, die uns Kinder, Ehepartner, Freunde oder Kollegen gerade zeigen möchten.
All das kann unsichtbar bleiben, auch wenn wir direkt drauf gucken, wenn wir zu abgelenkt sind. Wir sehen etwas an, sind aber in Gedanken noch bei der SMS, die wir gerade gelesen haben, oder der E-Mail, die wir noch schreiben müssen. Es sind auch hier die Gedanken, die uns den Augenblick verpassen lassen. Aber vorher oder hinterher steht das Handy oder das Laptop, die in diesem Fall ein bisschen dazu beigetragen haben. Mindfulness kann uns in den Augenblick zurückbringen, so dass wir unser Gegenüber wirklich sehen, ein digitales Detox, kleinere und größere Phasen, kann uns dabei unterstützen. Und das bedeutet am Ende: ich logge mich in das wirkliche Leben ein, in das Leben, das tatsächlich hier und in diesem Augenblick passiert. Ich bin dann verbunden, „connected“ mit dem Leben. Und was ich dabei erfahren kann, ist mehr als das Hoch, das mich überkommt, wenn mein Beitrag viele Likes bekommt. Viele Likes bedeuten, dass die Bereiche des Gehirns besonders aktiviert werden (Nucleus Accumbens, sowie Posterior Cingulate Cortex), die uns ein Hochgefühl bereiten können (vgl. Judson Brewer. Why We Like Getting ‚Likes‘ on Instagramm. The Huffington Post, 2016). In Kontakt mit dem Leben zu sein, das real vor mir stattfindet, bedeutet, dass ich meist nicht so klare Botschaften wie ein ‚like‘ bekomme. Dafür aber können diese Kontakte natürlich in vielerlei anderer Weise lohnenswerter sein, wie wir alle wissen.
Könnten Sie ein Digital Detox gebrauchen?
  • Ist es so, dass Sie in jeder kleinen Pause, die Sie sich von der Arbeit oder anderem gönnen, zum Handy greifen?
  • Unterbrechen Sie öfter mal Gespräche, um SMS zu lesen, oder etwas anderes zu checken?
  • Haben Sie Ihr Telefon ständig in Griffweite, egal ob Sie essen, schlafen, oder das Badezimmer benutzen?
  • Wann war es das letzte Mal, dass Sie 48 Stunden haben verstreichen lassen ohne emails zu checken, Anrufe zu beantworten, oder Facebook oder andere soziale Medien zu besuchen?
  • Welches war Ihr letzter Urlaub, den Sie ganz frei von beruflichen E-Mails verbracht haben, in dem sie also ein E-Mail Detox gemacht haben?
Digital Detox bedeutet nicht unbedingt, das Handy ganze Tage oder länger auszuschalten. Es bedeutet vielmehr, kleine und größere Pausen passend und sinnvoll so einzubauen, dass Sie effizienter arbeiten können, und sich wacher mit Partnern, Kollegen, Klienten, Patienten, oder Kunden austauschen können und auf diese Art mehr registrieren und weniger Folgefehler passieren. Es bedeutet auch, freie Zeiten und Urlaub so zu genießen, dass Sie nicht nur ganz auftanken können und neue Energie für die wieder kommende Arbeit schöpfen können, sondern auch die freie Zeit wacher und kreativer verbringen zu können. Wenn wir wach sind, können wir den Augenblick und folglich die gesamte freie Zeit viel mehr ausschöpfen und genießen. Das ist es, was beim Digital Detox passiert. Und wenn wir mehr Platz für Kreativität in der freien Zeit haben, dann wiederum können auch neue, innovative Ideen für die Arbeit entstehen. Sie kreieren also nichts anderes als eine Win-Win-Situation. Selbstverständlich ist es so einfach nicht, und Sie werden eine Reihe von Punkten anbringen können, warum das gänzliche Ausschalten des Handys nicht geht. Auf diese sogenannten Hindernisse können wir ebenso schauen, und sehen, warum sie da sind, und vielleicht, wie das eine oder andere zu überwinden ist. Es ist nicht so schwer, wie es zu Anfang aussehen mag.
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